Beitrag von Martin Schmidt, 02.05.2008, 15:03
Keine Angst vor Algen im Aquarium
Algen – wohl kein anderes Wort lässt Aquarianer schneller graue Haare bekommen. Es gibt sie in jedem Aquarium, doch schlimm wird es, wenn Algen zur Plage werden. Algen, die in der botanischen Systematik zu den niederen Pflanzen zählen, können das Erscheinungsbild eines Beckens innerhalb weniger Tage vollkommen zerstören. Es gibt nichts im Becken, was Algen nicht befallen können: Innenscheiben, Pflanzen, Steine und andere Dekorationsgegenstände – nichts ist vor ihnen sicher. Besonders bei Neueinsteigern kann eine Algenplage die Lust an der Aquaristik schnell in Frust umschlagen lassen. Doch so weit muss es nicht kommen, wenn Sie folgende sechs Regeln beachten.
1. Der Standort: Wählen Sie den richtigen Standort für Ihr Becken aus. Wie Sie ihn finden, erfahren Sie im Ratschlag Der Standort des Aquariums.
2. Die Technik: Kaufen Sie nur hochwertige Produkte. Diese müssen nicht zwangsweise die teuersten sein, aber sparen Sie nicht am falschen Ende. Dies gilt besonders für die Beleuchtung. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie im Ratschlag Der Aquarienaufbau: Es werde Licht – die Beleuchtung.
3. Die Pflanzen: Höhere Pflanzen und Algen konkurrieren miteinander um die Nährstoffe im Wasser. Je mehr höhere Pflanzen Sie haben, desto weniger Nährstoffe bleiben für die Algen. Setzen Sie gerade am Anfang schnell wachsende Pflanzen, damit sich Algen erst gar nicht verbreiten können. Dazu müssen Sie natürlich die Bepflanzung des Beckenseine großzügig halten. Alles Wichtige über Wasserpflanzen erfahren Sie im Ratschlag Der Aquarienaufbau: Wie setze ich Pflanzen ein?
4. Biologie ist besser als Chemie: Kaufen Sie Fische, die Algen fressen. Hier empfiehlt sich besonders der Gestreifte Ohrgitterharnischwels (Otocinclus affinis). Als Schwarmfisch sollte er natürlich nicht gehalten werden, doch mit seiner Größe von maximal vier bis fünf Zentimetern ist er für kaum ein Becken zu groß.
5. Das Futter: Füttern Sie nicht zu viel, verwenden Sie nur selektiv Futtertabletten, die zu Boden sinken. Futter, das nicht gefressen wird, belastet unweigerlich die Wasserwerte. Wie Sie Ihre Fische richtig füttern, erfahren Sie im Ratschlag Vorsicht Übergewicht: Wie viel Futter brauchen Fische?
6. Die Wasserwerte: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Wasserwerte. Dies können Sie entweder selbst mit den entsprechenden Tests machen oder Sie bringen eine Wasserprobe zu Ihrem Händler. So können Sie schlechten Werten schnell durch gezielte Maßnahmen entgegen wirken.
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