Beitrag von Global Press, 12.01.2010, 11:35
Aktionsbündnis kritisiert Arbeitnehmerdatenbank Elena
Anfang 2010 ist die Arbeitnehmerdatenbank zum elektronischen Entgeltnachweis (Elena) gestartet worden. Arbeitgeber müssen einmal pro Monat bestimmte Informationen über ihre Angestellten an diese zentrale Datenbank bei der Rentenversicherung Bund in Würzburg übermitteln.
Das Aktionsbündnis “Freiheit statt Angst” kritisiert nun dieses Vorgehen als “zweite Vorratsdatenspeicherung”, weil teils heikle Daten übertragen und gesammelt werden. Laut den Bürgerrechtlern befinden sich darunter Angaben zum Ende des Arbeitsverhältnisses, also beispielsweise, wer gekündigt hat und ob zuvor eine Abmahnung ausgesprochen worden ist. Auch über die Art einzelner Fehlzeiten, darunter etwa Mutterschutz oder Krankheit, gibt es Angaben. Ferner sollen an Elena demnach Informationen über Streikbeteiligungen weitergegeben werden. “Erneut werden unnötigerweise die Daten von 40 Millionen Arbeitnehmern gespeichert, von denen vielleicht fünf Prozent irgendwann bei einer der beteiligten Leistungsstellen vorsprechen”, erklärt Rainer Hammerschmidt von dem Aktionsbündnis. (Gaby Schulemann-Maier/cid)
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Global Press, cid, Kinder, Verbraucher, Datenschutz
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