home   über uns   kontakt   impressum   login   registrieren

Geld und Finanzen


Beitrag von Global Press, 28.06.2012, 14:02

Hälfte der Deutschen erwartet die halbe Rente

Rund die Hälfte der Deutschen erwartet eine gesetzliche Rente von weniger als 50 Prozent ihres jetzigen Einkommens. Knapp jeder Fünfte rechnet sogar mit weniger als 30 Prozent, so das Ergebnis der Umfrage von Union Investment zur Altersvorsorge. Entsprechend weit verbreitet ist die Erkenntnis, dass man sich mit der privaten Altersvorsorge beschäftigen muss. Die Notwendigkeit, für den Ruhestand zu sparen, sehen 69 Prozent der Befragten. Bei der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen ist die Zustimmung mit 74 Prozent besonders hoch.

 

Intensiv mit dem Thema beschäftigt haben sich tatsächlich 66 Prozent der Befragten, was einen Rückgang von zwei Prozentpunkten gegenüber der letzten Erhebung darstellt. “Es ist sehr erfreulich, dass das Thema Altersvorsorge mittlerweile fest im Bewusstsein gerade der jüngeren Menschen verankert ist”, sagt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment. Denn gemäß einer Untersuchung von Prof. Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg im Rahmen des “Vorsorgeatlas Deutschland”, bekämen die Menschen aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Durchschnitt nur rund 43 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. Für die Sicherstellung des bisherigen Lebensstandards seien im Alter allerdings 60 Prozent notwendig.

 

Gefragt nach der Höhe ihres monatlichen Sparbeitrags für die private Altersvorsorge gaben 80 Prozent an, mehr als 100 Euro zurückzulegen. Eine Riester-Rente nutzen dabei 42 Prozent der Menschen, wobei die 20- bis 29-Jährigen mit 36 Prozent unter dem Durchschnitt lagen. Die übrigen 58 Prozent nutzen andere Produkte für ein zusätzliches Einkommen im Alter.

 

Mit 64 Prozent stehen dabei Lebens- und Rentenversicherungen an erster Stelle. “Während eine Rentenversicherung für die Altersvorsorge sicherlich sinnvoll sein kann, sieht es bei einer Lebensversicherung aufgrund der fehlenden Verrentung schon deutlich anders aus”, betont Erling. Denn bei dieser wird zu einem bestimmten Zeitpunkt, beispielsweise dem Rentenbeginn, auf einen Schlag der ganze Sparbeitrag ausgezahlt. “Das Geld muss dann gut angelegt und sehr diszipliniert damit umgegangen werden, um eine möglichst lange Zusatzrente daraus zu bekommen”, so Erling weiter. An zweiter Stelle wurde mit 63 Prozent von den Befragten die selbstgenutzte Immobilie als Altersvorsorge genannt, gefolgt vom Sparbuch mit 39 Prozent. Ein Sparbuch sollte jedoch nicht die erste Wahl bei der Altersvorsorge sein, warnt Erling. Denn Spareinlagen seien dafür gedacht, kurzfristig Geld zu parken und haben eine entsprechend niedrige Verzinsung. “Berücksichtigt man dann noch die Inflation, lässt sich so kaum ein Vermögen für den Ruhestand aufbauen”, betont Erling weiter. Als vierthäufigste Alternative zu einer Riester-Rente wurden von 37 Prozent Investmentfonds genannt. Danach kamen mit 36 Prozent Bausparverträge. (Karin Linke/wid)

| Permalink
Themen: Geld und Finanzen | Global Press |
Tags:

Global Press, wid, Rente, Umfrage



Nächster Beitrag: Wenn Langfinger im Urlaub zuschlagen
Vorheriger Beitrag: Das Vorbild USA hat für Deutsche ausgedient


Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht möglich