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Beitrag von Walter Markert, 08.08.2012, 14:54

Auf dem Prüfstand - Mythen und Märchen rund um die Verdauung

Wenn es um die Verdauung geht, gibt es viele gute Ratschläge. Doch welche sind wahr und was steckt dahinter? Wir haben die gängigsten Mythen und Märchen auf den Prüfstand gestellt und bei Apotheker Dr. Birger Strahl nachgefragt: Stimmt's?

Durch übermäßiges Trinken kann man die Verdauung in Schwung bringen!

Nein, das kann man so nicht sagen. Studien zeigen: Eine gesteigerte Flüssigkeitsaufnahme über die empfohlene Tagesdosis von 1,5 Litern hinaus, kann die Verdauung nicht relevant beeinflussen und ist zur Behandlung einer Verstopfung nicht geeignet.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Verdauung gebremst!

Ja, das kann sein. Schuld daran ist vermutlich die Hormonumstellung. "Verträgliche Abführmittel, deren Wirkform und Abbauprodukte in der Stillzeit nicht in die Muttermilch und somit nicht auf das Kind übergehen, können hier unterstützend wirken", rät Apotheker Dr. Strahl.

Medikamente können den Darm lahmlegen!

Ja, manche Medikamente können als Nebenwirkung zu einer Verstopfung führen. Typische Arzneimittelgruppen hierbei sind zum Beispiel Antidepressiva, Antihypertensiva, Eisenpräparate und starke Schmerzmittel.

Wenn man mit Abführmitteln nachhilft, kann der Darm irgendwann nicht mehr ohne!

"Das ist ein Gerücht, das sich hartnäckig hält", bescheinigt Apotheker Dr. Strahl. "Abführmittel behandeln das Symptom Verstopfung, können jedoch nicht die Ursache beseitigen und dadurch die Verstopfung heilen." Dass nach dem Absetzen die Verstopfung wieder auftritt, ist somit natürlich und nicht die Folge einer Gewöhnung des Darmes an das Abführmittel.

Verstopfung - gut verträgliche Abführmittel aus der Apotheke

Wenn der Darm streikt, leidet das Wohlbefinden. Viele zögern dennoch, Abführmitteln einzunehmen. Gründe dafür sind Unsicherheit und Vorbehalte gegenüber Abführmitteln. Doch die bewährten Wirkstoffe Bisacodyl und Natriumpicosulfat (in Dulcolax® und Laxoberal®) führen bei bestimmungsgemäßer Anwendung weder zu gefürchteten Elektrolytverlusten noch zu viel zitierten Gewöhnungseffekten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Quelle:         Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG

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Themen: E-Mail Abo | Service | Ernährung | Gesundheit |
Tags:

verdauung,verstopfungen,abführmittel,darmträgheit

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